Vorbei an saftigen Wiesen und grünen Wäldern geht es nach
Thorn. Im Bus denke ich daran, wie ich mit meinem Bruder und meinen Eltern früher
in den Wäldern Pilze und Blaubeeren gesammelt habe und welche Freude mich
erfüllte, die Schätze des Waldes zu finden. Ich stelle fest, dass mich dieselbe
Begeisterung und Entdeckerfreude heute die Welt bereisen lassen. Ich liebe das
Neue, ich bin gierig darauf – ja ich bin im wahrsten Sinne des Wortes „neugierig“.
Die Stadt Thorn ist eine Perle der gotischen Architektur und mein Kunsthistoriker-Herz schlägt in jeder Gasse höher. Gegründet wurde die Stadt 1233 vom Deutschen Orden. Die meisten Bewohner sind stolz auf ihre Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und darauf, dass hier die meisten Gebäude noch original sind und nicht wie in
Warschau nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgebaut werden mussten.
Wir besuchen
das Haus von Kopernikus und lauschen den Geschichten über das Kind, das nachts
auf den Stadtmauern umherwandelte, um den Sternenhimmel zu betrachten. Dabei fiel
es auch mal hin und wieder herunter und brach sich die Knochen, zwei Mal auch
die Nase. Einige Portraits von ihm sind so realistisch, dass sie die gebrochene
Nase zeigen.
Aber Thorn hat viel mehr zu bieten: Jetzt so kurz vor der Ferienzeit prägen Kinder in Kostümen das Stadtbild, ebenso Bronzefiguren wie Brunnen. Auch der schiefe Turm ist ein Hingucker - ein halber Tag Besichtigung ist fast zu kurz, auch für meinen Papa, der seine präferierte Anzugsmarke ("Bytom") aus der Vergangenheit findet.
Aber Thorn hat viel mehr zu bieten: Jetzt so kurz vor der Ferienzeit prägen Kinder in Kostümen das Stadtbild, ebenso Bronzefiguren wie Brunnen. Auch der schiefe Turm ist ein Hingucker - ein halber Tag Besichtigung ist fast zu kurz, auch für meinen Papa, der seine präferierte Anzugsmarke ("Bytom") aus der Vergangenheit findet.
Gespickt ist Torun auch mit kleinen Lebkuchen-Lädchen, die es hier das ganze Jahr über zu kaufen gibt. Besonders berühmt sind die Katarzynki, benannt nach dem Gedenktag der Hl. Katharina (25.11), an dem man mit dem Backen anfing - aber die ersten Honig-Lebkuchen gab es in Thorn bereits im 13. Jh. Die wussten einfach schon im Mittelalter, was lecker ist.
Ich liebe die polnischen Lebkuchen und verputze gleich eine ganze Packung. Bei 30 Grad Celcius im Schatten ist das allerdings eine Premiere. Überhaupt stelle ich fest, wie sehr Erinnerungen an den Geruchs- und Geschmackssinn gekoppelt sind. Das erklärt natürlich auch meine Fressattaken in Polen;-)






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